Ein Kindertraum, zerplatzt wie eine Seifenblase

Die Stadt Homberg/ Efze hatte interessierte Eltern zu einem Infoelternabend eigeladen. Eltern sind reichlich gekommen und auch viele Kindergärtnerinnen der Stadt.
Der Grund: Es sollte ein Waldkindergarten eröffnet werden und 3 Pädagoginnen stellten mit Herzblut das „Projekt“ vor.

So weit so gut…. Dann sollte der Waldkindergarten durch die Gremien, doch plötzlich stimmten die Zahlen der angemeldeten Kinder nicht mehr. Der Termin über die Abstimmung wurde immer weiter verschoben. Dann hieß es, der Waldkindergarten sei nicht mehr zu finanzieren  u n d  es gäbe keinen Bedarf mehr.
Es ist einfach unverschämt und frech gegenüber den Eltern und den Erzieherinnen.
Die Stadt hat sofort nach der Gremienabstimmung einen Brief verschickt, in dem Sie den Eltern mitteilten, dass der Waldkindergarten wegen des geringen Interesses nicht eröffnet werden kann, aber vielleicht im kommenden Jahr. War der Brief eventuell schon vor der Abstimmung geschrieben? Wer weiß…
Der Beschluss jedenfalls stand schon am nächsten Tag in der „Hessischen/ Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung“ (HNA) in einem Miniartikel in der rechten Ecke .
Ich finde es sehr schade, dass dieses Konzept nicht umgesetzt wird! In Leipzig haben wir sehr gute Erfahrungen mit Waldwochen im Kindergarten gemacht und fanden diese Idee für unsere neue Heimat toll. Von dem Konzept musste uns niemand überzeugen, da die Bilder und die Forschungen für sich sprechen. Aber das es auf Grund von angeblich falschen Zahlen, kein neues pädagogisches Konzept für diese Stadt gibt, ist wirklich schade! Zumal der Bürgermeister zu mir sagte: „Wir wollen nicht nur den Überhang abbauen, sondern ein neues pädagogisches Konzept für unsere Stadt“
Ich wünsche der Stadt Homberg ab August 2013 viele, viele Klagen, weil sie ihrer gesetzlichen Pflicht nicht nachkommen kann, die Betreuungsquote zu erfüllen.
Der Waldkindergarten hätte „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“ – 20 neue Plätze und 20 freie in einem anderen Kindergarten, in summa 40!
Wenn Sie eine Idee haben, wie der Traum unserer Kinder doch noch Wirklichkeit werden kann, so lassen Sie es uns wissen.
Sebastian Schackert
se.scha@gmx.de